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Weltwassertag 2021: Engagement für Gewässerschutz

Alljährlich am 22. März rufen die Vereinten Nationen (UN) zum Weltwassertag auf. Das Leitthema für dieses Jahr lautet: „Wert des Wassers“. Ziel ist es, der breiten Öffentlichkeit die große Bedeutung von sauberem Wasser als Lebensgrundlage für die Menschheit nachdrücklich ins Bewusstsein zu rufen. Neben dem Zugang zu Trinkwasser und einer sanitären Grundversorgung gehört auch der Gewässerschutz zu einem Nachhaltigkeitsziel der UN. Unerlässlich dafür ist auch das Funktionieren einer modernen Abwasserreinigung.

 

Sauberes Wasser ist kostbares Gut

Was hierzulande als Selbstverständlichkeit angesehen wird, ist in vielen Regionen der Erde noch ein Privileg, Luxus oder bis dato sogar Utopie: Zugang zu sauberem Wasser und einer fortschrittlichen Abwasserentsorgung. Das Motto „Wert des Wassers“ bezieht sich daher weniger auf den finanziellen Aspekt als vielmehr auf ökologische und soziale Gesichtspunkte.

Menschen, für die Wasser in trinkbarer Qualität und sanitäre Einrichtungen nicht immer und überall zur Verfügung stehen, sind stärker von Krankheiten und einem höheren Sterblichkeitsrisiko bedroht. Diesem traurigen Missstand entgegen zu treten, hat sich die UN auf die Fahnen geschrieben.

 

Verbesserung der Wasserqualität ist Ziel

In den 2015 auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel beschlossenen „17 Globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (2030-Agenda)“ ist auch das Nachhaltigkeitsziel 6 „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“ enthalten.

sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen für alle

© UN

 

Verschiedene Förderprogramme wurden aufgelegt, mit deren Hilfe eine Verbesserung der Wasserqualität bis 2030 angestrebt wird. Leider fließt immer noch der größte Teil des weltweit anfallenden Schmutzwassers ungefiltert in Gewässer. Die langfristige Versorgung mit Wasser erfordert daher den Schutz der Wasserressourcen vor Verschmutzung.

 

Beitrag des EVS zum Gewässerschutz

Die Herausforderungen, stets eine zuverlässige Entsorgung von Abwasser zu gewährleisten, sind zwar in vielen Ländern der Welt ungleich größer als in Deutschland. Nichtsdestotrotz ist und bleibt das Thema Abwasser auch hier immer aktuell. Zum Schutz der saarländischen Gewässer werden vom Entsorgungsverband Saar (EVS) jedes Jahr erhebliche Investitionen in den Erhalt und die Erweiterung der Abwasserinfrastruktur getätigt. Der Investitionsbedarf der Jahre 2021 bis 2024 beläuft sich auf rund 290 Millionen Euro. Hätten Sie eine solche Größenordnung angenommen? In den Kläranlagen des EVS, in denen ein breites Spektrum unterschiedlicher Reinigungsverfahren zum Einsatz kommt, wurden in 2019 mehr als 170 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt.


Übersicht über EVS Abwasserinfrastruktur

 

Der „Gewässertyp des Jahres“, dessen Bekanntgabe anlässlich des internationalen Welttages des Wassers durch das Bundesumweltamt jährlich am 22. März erfolgt, ist 2021 der geschichtete Alpensee. Zweck der Kür ist es, auf die ökologische Bedeutung der Gewässer und den sorgsamen Umgang mit ihnen hinzuweisen.

„Großes entsteht immer im Kleinen“. Dieser Slogan ist im Saarland bestens bekannt. Der Wirkungskreis des EVS betrifft zwar nicht unmittelbar einen Alpensee. Der Verband leistet aber gleichermaßen seinen eigenen „kleinen“ und wichtigen Beitrag zum großen Ganzen – zur Qualitätsverbesserung von Gewässern. Eine moderne Abwasserreinigung steht für gelebten Gewässerschutz. Dafür setzen wir uns mit ganzer Kraft ein.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

SR Fernsehen/aktueller Bericht: Besuch der Kläranlage Sinnerthal anlässlich des Weltwassertages | mehr

EVS-Blog: Videoreihe – Wie funktioniert eine Kläranlage? | mehr

Vereinte Nationen: Weltwassertag | mehr

Vereinte Nationen: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung | mehr

 

Titelfoto: HG-Fotografie auf Pixabay
Autor: Michael Bauer, EVS

 

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