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Revision der AVA Velsen – wenn tonnenschwere Bauteile ins Innere der Anlage schweben

Bei der Revision der Abfallverwertungsanlage (AVA) Velsen wird es spektakulär. Etwa alle fünf Jahre steht die Anlage komplett still. Das bedeutet, beide Verbrennungslinien müssen komplett heruntergefahren werden und sind für eine Weile gleichzeitig außer Betrieb. Im Rahmen der laufenden Revision stehen auch die tonnenschweren Überhitzer im Mittelpunkt. Für den Austausch dieser wichtigen Anlagenteile muss das Dach der Anlage geöffnet werden. Präzisionsarbeit in luftiger Höhe ist gefordert.

Unverzichtbare Wartungsintervalle

Der Dauerbetrieb der Anlage fordert seinen Tribut. Damit Haus- und Gewerbeabfälle in der AVA Velsen mit einer Kapazität von rund 250.000 Tonnen pro Jahr langfristig zuverlässig verwertet werden können, sind regelmäßige Prüfungen und Wartungsarbeiten pure Notwendigkeit. Eine Revision in einer Abfallverwertungsanlage ist immer mit viel Aufwand verbunden. Doch manchmal sind die Dimensionen besonders beeindruckend. Das wird während der aktuellen Revision der AVA Velsen, die sich über insgesamt fünf Wochen erstreckt, eindrucksvoll sichtbar.

Austausch der Überhitzer

Überhitzer? Was ist das eigentlich? Welche Funktion haben diese fünf Meter breiten und sieben Meter langen Anlagenteile überhaupt, die an einen überdimensionalen Heizkörper erinnern?

In den Überhitzern wird der bei der Verbrennung der Abfälle erzeugte heiße Wasserdampf weiter erhitzt. Mit dem heißen Hochdruckdampf von rund 400 Grad Celsius wird eine Turbine angetrieben, die der Stromerzeugung dient.

Der Ausbau der besonders stark vom Verschleiß betroffenen Überhitzer und ihr Austausch gegen neue Register stellen alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen und erfordern umfangreiche Vorarbeiten. Dafür müssen zunächst Rohrleitungen gezielt gekappt und später wieder fachgerecht verschweißt werden. Auch das Anlagendach muss für die Arbeiten geöffnet werden. Damit die Anlage während der Revision dennoch vor Witterung geschützt bleibt, wird ein provisorisches Dach aufgebaut, das sich auf Schienen passgenau verschieben lässt.

Über einen leistungsstarken Kran werden die tonnenschweren Überhitzer zunächst auf das Dach der Anlage gehoben. Durch die geöffnete Dachfläche müssen die Überhitzer zentimetergenau ins Anlageninnere abgesenkt werden. Bei Bauteilen dieser Größe und diesem Gewicht müssen jeder Handgriff und jeder Bewegungsablauf sitzen.

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Solche Arbeiten machen eindrucksvoll sichtbar, welche Dimensionen hinter der Technik einer Abfallverwertungsanlage stecken. Sobald die Überhitzer sicher im Inneren angekommen sind, ist ein wichtiger Meilenstein der Revision erreicht – und der Weg zurück zum regulären Betrieb der Anlage wird wieder ein Stück kürzer.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier:

AVA Velsen | mehr

EVS Abfall-Nachschlagebüchlein | mehr

Autor: Michael Bauer (EVS)

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