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Girls’ Day auf der Baustelle des EVS BioMasseZentrums: Handwerk zum Anfassen

Statt Klassenzimmer hieß es für sechs Schülerinnen aus dem Saarland am Girls’ Day: Helm auf, Handschuhe an und raus auf die Baustelle. Auf dem Gelände des entstehenden EVS BioMasseZentrums konnten die Mädchen einen Tag lang echte Baupraxis erleben – begleitet von der landesbesten Maurerin 2025, Angelina Baldes (OBG). Das Hauptziel des bundesweiten Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag – ist es, Mädchen ab der 5. Klasse für Berufe in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften (MINT-Bereiche) zu begeistern, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Er soll geschlechtsstereotype Berufswahl aufbrechen, Berufschancen erweitern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Station 1: Betonwürfel gießen – ein Souvenir zum Mitnehmen

An der ersten Mitmach-Station durften die Schülerinnen selbst Beton anmischen und in Formen gießen. Schritt für Schritt lernten sie, wie der Beton verarbeitet wird. Das Highlight: Jeder Betonwürfel wurde beschriftet und durfte mit nach Hause genommen werden – ein greifbares Andenken an den Tag auf der Baustelle und den ersten eigenen „Baustein“ im Handwerk.

Station 2: Mauersteine setzen und prüfen

Anschließend ging es klassisch ans Mauern. Gemeinsam mit Angelina Baldes setzten die Mädchen Stein für Stein zu einer kleinen Mauer. Mit Kelle, Mörtel und Wasserwaage prüften sie, ob alles gerade sitzt, besserten nach und entfernten überschüssigen Mörtel. Dabei wurde schnell klar: Präzision, Geduld und Teamarbeit sind im Maurerhandwerk genauso wichtig wie Kraft.

Station 3: Rohr verlegen und Bagger fahren

Technisch wurde es an der dritten Station. Hier lernten die Schülerinnen, wie Rohre fachgerecht verlegt werden. Danach durften sie sogar selbst im Bagger Platz nehmen und den zuvor ausgehobenen Graben wieder mit Sand verfüllen – für viele ein echtes Highlight und der Beweis, dass schwere Maschinen keine Frage des Geschlechts sind.

Blick hinter die Kulissen und gemeinsamer Ausklang

Nach den praktischen Stationen folgte eine Führung über die gesamte Baustelle des EVS BioMasseZentrums. Die Mädchen erhielten einen Eindruck von den Dimensionen des Projekts und davon, wie viele unterschiedliche Gewerke auf einer Großbaustelle zusammenarbeiten. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Grillen direkt auf der Baustelle – Zeit für Gespräche, Fragen rund ums Handwerk und einen entspannten Ausklang eines besonderen Tages.

Der Girls’ Day zeigt, wie wichtig praktische Erfahrungen für die Berufsorientierung sind. Mit Vorbildern wie Angelina Baldes und echten Erfolgserlebnissen auf der Baustelle wurde deutlich: Handwerk ist vielfältig, spannend – und für alle da.

 

Autor: Tim Peiler (EVS)

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