DIY-Anleitung: Papiertüte für das Biogut

Heute stellen wir Ihnen eine ganz einfache Anleitung vor, mit der Sie schnell und vor allem kostengünstig eine Papiertüte für Ihr Biogut selbst herstellen können.

 

Die Tüte ist kinderleicht zu falten und kommt ohne Kleber aus.

Sie können hierfür altes Zeitungspapier nehmen, am besten gleich drei Lagen. Welcher Verlag spielt dabei keine Rolle ;-), achten Sie nur darauf, dass Sie keine Illustrierten nehmen. Denn dieses Papier ist aufgrund seiner Beschichtung nicht saugfähig und damit nicht für die Biotonne geeignet.

 

DIY- Papiertüte für den Biomüll

 

Unser Tipp:

Nachdem Sie z.B. Obst- oder Gemüsereste eingefüllt haben, schlagen Sie einfach die umgeklappten Seiten ein und der Abfall ist gut eingepackt. So bleibt auch die Biotonne trocken und madenfrei.

Was Sie sonst noch gegen Fliegen und Maden tun können, haben wir Ihnen in unserem Artikel „Maden in der Biotonne? Das muss nicht sein! Unsere Tipps“ aufgelistet.

Eine Anleitung unserer Biotonne TOBI zum Falten von Papiertüten können Sie sich hier gerne runterladen: TOBIs Faltanleitung für eine Bioguttüte

 

Welche Falttechniken nutzen Sie? Wir freuen uns auf Ihre Ideen an blog@evs.de oder hier in den Kommentaren.

 

Autor: Simone Schäfer / EVS-Blog
  1. Eine Frage : sind die unten angegebenen Abfalltüten aus Maisstärke tatsächlich erlaubt?
    Ihr Vorteile mit den Bio Müll Tüten aus Maisstärke:
    ✔ Zertifiziert nach DIN EN 13432, für Hauskompost

    Danke für Ihre Info.

    1. Guten Tag, Herr Köhler,

      gut, dass Sie sich vor dem Kauf von als kompostierbar bezeichneten Kunststoff-Mülltüten, mit denen viele Hersteller werben, bei uns informieren. Das Thema wird sicherlich auch andere Leser unseres Blogs interessieren. Die Antwort ist ganz eindeutig: Nein! Biologisch abbaubare Folienbeutel, beispielsweise aus Maisstärke, sind nicht für unsere Biotonnen zugelassen. Und das hat gute Gründe: Die Folienbeutel verrotten nicht ausreichend schnell und gefährden die Qualität des Komposts. Auch in Biogasanlagen sind solche Beutel unerwünscht, weil sie kaum vergären.

      Darüber hinaus unterscheiden sich als biologisch abbaubar oder kompostierbar bezeichnete Beutel optisch nicht ausreichend von „normalen“ Plastiktüten. So ist es den Mitarbeitern der Verwertungsanlagen bei der Anlieferung auch nicht möglich zu erkennen, um welches Material es sich handelt. Daher müssen alle Plastiktüten unter großem Aufwand aussortiert und getrennt entsorgt werden, um gewährleisten zu können, dass der Verbraucher als Ergebnis der Kompostierung ein hochwertiges unverfälschtes Naturprodukt erhält. Aussortierte biologisch abbaubare Kunststoffe sind in der Kunststoffverwertung Störstoffe und werden daher dort nicht zur Verwertung angenommen.

      Kunststoffe – auch biologisch abbaubare – sind in der Regel hart und spröde. Um das Material weicher zu machen, versetzt man es beispielsweise mit Weichmachern sowie weiteren Hilfs- und Zusatzstoffen. Selbst wenn die biologisch abbaubaren Kunststoffe so abgebaut würden, dass kein Kunststoffanteil mehr zu sehen ist, würden diese Zusatzstoffe über den Kompost weiter in der Umwelt verbreitet werden.

      Ideal ist es, Biogut eingewickelt in Zeitungspapier oder Papiertüten (wie z.B. auch Bäcker- oder Metzgertüten) in die Biotonne einzufüllen.

      Viele Grüße
      Ira Dawo / EVS-Blog

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