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Azubis des EVS im Interview – Nachwuchs aus dem eigenen Haus

Der Entsorgungsverband Saar bildet den Nachwuchs im eigenen Haus aus. Von den momentan rund 530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern absolvierten mehr als 40 Beschäftigte ihre Ausbildung beim EVS – ein beachtlicher Teil. 16 Azubis aus den Bereichen Verwaltung, Abwasseranlagen und IT werden derzeit auf ihren beruflichen Werdegang vorbereitet. Wie sieht der Azubi-Alltag beim EVS aus?

Stellvertretend für die drei vom EVS angebotenen Ausbildungsberufe standen die beiden Azubis Laura Greiber und Bangin Abdul Aziz sowie Markus Bachmann, erst kürzlich nach seiner Ausbildung übernommen, gerne für ein Interview zur Verfügung. Sie berichten über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse beim Einstieg ins EVS-Berufsleben.

 

EVS Azubi Laura Greiber

Laura Greiber

 

Ausbildungsberuf: Verwaltungsfachangestellte

EVS-Azubi seit August 2020

aktueller Geschäftsbereich: Zentrale Dienste

 

Wie bist Du auf den EVS gekommen und warum hast Du dich beworben?

Vor meiner Ausbildung beim EVS war ich als Flugbegleiterin bei Deutsche Lufthansa tätig. Da es sich hierbei nicht um einen Ausbildungsberuf im klassischen Sinne handelt, reifte in mir der Entschluss, mich beruflich neu zu orientieren. Im Verlauf eines Praktikums im Einzelhandel – schon zu Realschulzeiten – merkte ich, dass mir Bürotätigkeiten und das Organisieren von Abläufen liegen. Auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz interessierte ich mich insbesondere für den öffentlichen Dienst. Durch Bekannte wurde ich auf den EVS aufmerksam.

Angefangen von der Bewerbung bis zur Zusage, wie zügig lief das ab?

Schon kurze Zeit nach der Abgabe der Bewerbungsunterlagen wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Atmosphäre war sehr freundlich und angenehm. Zwei Tage nach dem Termin erhielt ich bereits die telefonische Zusage. Also unter dem Strich ging alles relativ schnell vonstatten.

Wie waren die ersten Tage beim EVS?

Begonnen hat alles mit einem Einführungstag, bei dem sich alle Azubis kennenlernten und die einzelnen Abteilungen sich vorstellten. Auch der Personalrat und die Auszubildendenvertretung waren bei der Veranstaltung mit dabei, bei der ich auch meinen Ausbildungsplan erhielt. Meine erste Station war dann die Abfallwirtschaft. Ich wurde von allen Seiten freundlich aufgenommen. Für mein Empfinden habe ich dort schon relativ viel an Wissen vermittelt bekommen. Ich wurde von Anfang an in Betriebsabläufe einbezogen.

Aber auch in allen anderen Abteilungen waren die Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen nett, wurde mir mit Offenheit begegnet. Über die Ausbildungsbetreuung kann ich wahrlich nicht klagen.

Wie sieht für Dich ein gewöhnlicher Arbeitsalltag aus?

Im Allgemeinen bin ich eine Frühaufsteherin. Gerne beginne ich meinen Arbeitstag zwischen halb sieben und sieben Uhr. Die Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten schätze ich aber sehr. So kann der Tag je nach Bedarf auch einmal später beginnen.

In der Regel checke ich morgens zuerst meine Mails. Sehr positiv finde ich das Entgegenkommen, mir nach Absprache mit den Vorgesetzten auch Zeit für das Erledigen von Schularbeiten einzuräumen – soweit das Aufgabenpensum in der Abteilung dies zulässt. Ganz aktuell ist der Umfang an Themen im Fach Verwaltungsorganisation groß. Für gewisse Freiräume bin ich schon sehr dankbar.

Was macht Dir in Deiner Ausbildung am meisten Spaß?

Das ist eine schwere Frage. Meine Zeit in der Sparte Abfallwirtschaft empfand ich als richtig gut. Gut gefallen hat es mir aber auch in der Personalabteilung. Urlaubsbedingt konnte ich dort richtig mitarbeiten, viele Aufgaben übernehmen. S3, also die Stabsstelle Kommunikation, unterscheidet sich etwas von den übrigen Bereichen. Schön war, dass ich dort meine Kreativität viel stärker einbringen konnte. Die Tätigkeiten sind vergleichsweise abwechslungsreicher, auch bedingt durch das Organisieren von Veranstaltungen.

Gab es persönliche Highlights in der Ausbildung?

Bei Höhepunkten fällt mir spontan S3 ein. Das Fotoshooting für den EVS-Blog war wirklich lustig.

Hat die Ausbildung mit Deinen Erwartungen übereingestimmt? Gab es Überraschungen?

Sicherlich habe ich mich im Vorfeld gut vorbereitet. Aber die Vielfältigkeit von Aufgaben hat mich dann doch schon etwas überrascht.

Würdest Du die Ausbildung beim EVS weiterempfehlen?

Es kommt auf die persönlichen Vorstellungen von der beruflichen Tätigkeit an. Wenn die mit dem Ausbildungsprofil beim EVS zusammenpassen, dann kann ich klar „ja“ sagen.

Hast du einen Tipp für zukünftige Bewerber?

Kurz und knapp gesagt: einfach sein wie man ist.

 

EVS Azubi Bangin Abdul Aziz

Bangin Abdul Aziz

 

Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Systemintegration

EVS-Azubi in der IT seit 2019

 

Wie wurdest Du auf den EVS aufmerksam, was hat den Ausschlag für Deine Bewerbung gegeben?

Das Angebot für einen Ausbildungsplatz habe ich über eine Onlineanzeige gefunden, auf der Internetseite der Jobbörse. Einen Arbeitgeber bzw. einen Ausbildungsbetrieb aus dem Bereich öffentlicher Dienst favorisierte ich im Hinblick auf sichere Arbeitsplätze und geregelte Arbeitszeiten. Das bewog mich dazu, mich zu bewerben.

Wie lief der Einstieg beim EVS ab?

Nach einem positiv verlaufenen Praktikum unter Vermittlung der Handwerkskammer hatte ich meinen Ausbildungsvertrag in der Tasche. Alle sind freundlich und haben es mir leicht gemacht, meinen Platz innerhalb des Teams zu finden. Es läuft wirklich super. Wenn ich etwas brauche und nachfrage, dann bekomme ich umgehend Unterstützung.

Gibt es bei der Arbeit eine tägliche Routine?

Ja, die gibt es schon, mal abgesehen von dem stetigen Wechsel zwischen einer Woche Berufsschule und zwei Wochen Arbeit vor Ort. Morgens melde ich mich zunächst bei der Hotline an. Ich nehme Anrufe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EVS entgegen, die sich an den Support gewandt haben. Aufgetretene Probleme versuche ich per Fernwartung aus der Welt zu schaffen. Ich bin froh, wenn meine Hilfe erfolgreich war.

Daneben gilt es aber auch geplante Arbeitsaufträge zu erledigen. Das betrifft zum Beispiel das Einrichten von Arbeitsplätzen, also den Aufbau und Anschluss von Computern und Bildschirmen oder das Freischalten von Netzwerkports.

Weitergehende Berührungspunkte zu anderen Abteilungen im Haus gibt es ansonsten eher nicht. Im Unterschied zu den Azubis aus dem Verwaltungsbereich beschränkt sich meine Ausbildung ausschließlich auf die IT-Abteilung.

Was macht Dir in Deiner Ausbildung am meisten Spaß?

Arbeiten an Netzwerken stechen schon etwas heraus. Die Komplexität, wie alles ineinander greift, das interessiert mich besonders. Ich behebe gerne technische Probleme.

In dieser Hinsicht gab es vor allem beim Umzug in das neue Verwaltungsgebäude eine Menge zu tun. Die ganze Bandbreite an Serverarbeiten stand vermehrt auf dem Programm, was ansonsten nicht der Fall ist. Ich war dabei, als Serverschränke eingebaut wurden.

Wenn Du gefragt wirst, würdest Du eine Ausbildung beim EVS weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Meine Erwartungen und Hoffnungen haben sich voll erfüllt. Man könnte sagen, dass ich von der Freundlichkeit der Kollegen sogar positiv überrascht bin. Ich fühle mich beim EVS gut aufgehoben. Die Arbeit bereitet mir Freude.

 

Markus Bachmann, Fachkraft für Abwassertechnik

Markus Bachmann

 

Ausbildungsberuf: Fachkraft für Abwassertechnik

seit August 2021: Festanstellung auf der Kläranlage Saarlouis

 

Wie bist Du zu Deinem Ausbildungsplatz beim EVS gekommen, was hat Dich zur Bewerbung bewogen?

Die Bewerbung basierte im Prinzip auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Aus meinem Freundeskreis bekam ich den Hinweis, dass der EVS Azubis sucht. Das Zusammenspiel von Naturwissenschaft und Technik hat mich schon immer interessiert. Ich war auf der Suche nach einem Job, der mir Sicherheit bietet.

Das gilt zwar für den öffentlichen Dienst generell. Entscheidender waren jedoch die Zukunftsperspektiven. Nehmen wir nur die Politik, Umwelt- und Gewässerschutz genießen hier einen immer größeren Stellenwert. Es ist einfach schön zu wissen, dass man einen wichtigen Job macht. Im Prinzip kann ich mir das Ergebnis der täglichen Arbeit jederzeit anschauen, nämlich dort wo gereinigtes Wasser die Kläranlage wieder verlässt. Bei einem Vergleich im Labor liegen Welten zwischen dem, was aus dem Zulauf kommt und dem „Endprodukt“ am Ablauf.

Was kannst Du uns von Deiner Anfangszeit beim EVS berichten?

In Erinnerung geblieben ist mir die kurze Zeit zwischen dem Einreichen der Bewerbung und der Zusage. Der Prozess war insgesamt sehr gut strukturiert. Nach der Einkleidung, der Vorstellung der Ausbilder und einer ersten Unterweisung ging es gleich los auf die Kläranlage, in meinem Fall Brebach. In den ersten Tagen gilt es zunächst ziemlich viele Informationen zu verarbeiten, der Unterschied zu Schulzeiten ist schon ganz erheblich. Sobald sich aber eine gewisse Routine eingestellt hat, kommt man damit gut klar. Positiv war, dass mir eine Fachkraft für Abwassertechnik zur Seite gestellt wurde. Stück für Stück wurden mir die einzelnen Stationen der Kläranlage erklärt. Das war gut und gab mir Halt und Orientierung.

Begonnen hat meine Ausbildung mit Tätigkeiten im Labor. Proben wurden genommen und analysiert. Im Anschluss unterstützte ich Kollegen bei Wartungs- und Reparaturarbeiten und war auch im Außendienst in Kanalkontrollen eingebunden.

Was ich wirklich sagen kann, ist, dass mir auch als Azubi Respekt aus dem Kollegenkreis entgegengebracht wurde, sowohl in meiner Anfangszeit in Brebach als auch später in Saarlouis. Ich fühlte mich immer als vollwertiges Teammitglied. Für alle Belange hatte ich Ansprechpartner, egal ob das schulische Aspekte betraf oder auch die dazugehörigen überörtlichen Ausbildungseinheiten.

Gibt es etwas, was Dir in der Ausbildung besonders gut gefallen hat?

Der Austausch mit Mitschülern in der Berufsschule hat richtig Spaß gemacht. Für das Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen ist Ludwigshafen als zentraler Schulstandort für die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik zuständig. Insofern kommen dort eine Menge verschiedener Charaktere aus vielen Regionen zusammen. Echte Freundschaften haben sich in dieser Zeit gebildet. Die Kontakte zu den übrigen Azubis beim EVS waren natürlich auch schön.

Und was die Ausbildung an sich angeht, da stechen für mich die große Nähe zwischen Theorie und Praxis und das breite Ausbildungsspektrum heraus. Durch den Alltag auf der Kläranlage, die Berufsschultage in Ludwigshafen, die Lehrgänge beim TÜV Nord in Völklingen und der DEULA in Bad Kreuznach wie auch die Station im Zentrallabor des EVS gestaltete sich meine Ausbildung sehr abwechslungsreich.

Was ist Dir rückblickend besonders in Erinnerung geblieben?

Ich glaube, das Bestehen der Abschlussprüfung ist für jeden Azubi etwas ganz Spezielles. In meinem Fall besteht das Highlight auch darin, dass ich so gut bestanden habe. Ich gehörte in meinem Ausbildungsjahrgang zu den drei Besten aus den drei genannten Bundesländern. Das war schon toll.

In beruflicher Hinsicht bleibt mir eine größere Reparatur im Kanalsystem in Hanweiler im Gedächtnis. Die seinerzeit in der Berufsschule auf dem Programm stehende Theorie konnte ich direkt vor Ort über mehrere Tage ganz real begutachten und auch ein Stück weit mitarbeiten.

Warum sollte man sich beim EVS bewerben?

Ich würde die Ausbildung beim EVS jederzeit nochmal machen. Wie eben erwähnt, ist die Kombination aus Berufsschule und dem Zusammenspiel von Gelerntem und der praktischen Umsetzung spannend. Ich denke, in nur wenigen Berufsfeldern liegen Theorie und Praxis so nah beisammen. Auch die Struktur des EVS, saarlandweit für den Betrieb aller Kläranlagen verantwortlich, ist vorteilhaft. Anders als sonst, findet man hier die verschiedenen Klärverfahren unter einem Dach vereint.

Auch dem Wunsch nach Weiterbildungen steht man beim EVS sehr offen gegenüber, so ist zumindest mein Empfinden. Ich bekundete Interesse, mich für die Weiterbildung zum Meister anmelden zu wollen. Mein Vorhaben wurde von Anfang an von allen Seiten unterstützt. Die Kosten für Lehrmittel werden übernommen, an Schultagen bin ich beurlaubt.

Welche Tipps hast Du für alle auf Lager, die sich für eine Ausbildung beim EVS interessieren?

Interesse an Technik und Naturwissenschaft sollte man auf jeden Fall mitbringen. Eigenständigkeit, Selbstreflexion und Selbstbewusstsein sind Eigenschaften, die ebenfalls von Vorteil sind. Warum? Da die Betreuung der Auszubildenden so breit gefächert ist, sollte man auch bereit sein, bei Bedarf Hilfe aktiv einzufordern. Aber auch im Hinblick auf die spätere Arbeit ist es hilfreich, sich selbst gut einschätzen und die anfallenden Aufgaben einteilen zu können.

 

 

Erfahre mehr über die Ausbildung beim EVS. Sprich uns an (Tel. 0681 5000-732) oder sende Deine Bewerbungsunterlagen an: bewerbungen@evs.de.

  

Informationen zum EVS als Arbeitgeber findest Du hier.

 

 

Header: mehrere nebeneinander angeordnete Mikrofone von sveta / Adobe Stock 
übrige Fotos: EVS 
Autor: Michael Bauer, EVS

 

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