Video: Virtuelle Inspektion von Abwasseranlagen spart künftig CO₂ und Wartungszeit

Der Entsorgungsverband Saar und das August-Wilhelm Scheer Institut arbeiten aktuell an einer neuartigen technologischen Lösung für eine schnellere und wirtschaftlichere Inspektion von Abwasseranlagen. Zum Einsatz kommt ein digitales Abbild der Anlage und Virtual Reality.

Weniger Zeit, weniger Kosten und viel weniger CO2

Dadurch kann die bislang sehr aufwändige Wartung und Kontrolle kostengünstig, schnell und CO2-reduzierend durchgeführt werden. Als Pilotprojekt wurde ein digitaler Zwilling der innovativen Klärschlamm-Mineralisierungsanlage installiert, die auf der Kläranlage Homburg aus Klärschlamm ein phosphathaltiges Düngemittel erzeugt.

Komplexe Infrastruktur

Die Infrastruktur zur Reinigung der Abwässer aus den saarländischen Haushalten ist sehr komplex. Sie besteht aus rund 140 Kläranlagen, fast 1100 Kilometern Kanal, 293 Pumpwerken und 625 Regenüberlaufbecken bzw. Stauräumen. Die stark verzweigte Struktur muss regelmäßig inspiziert und gewartet werden. Aktuell sind die MitarbeiterInnen dafür täglich oft stundenlang unterwegs.

Digitaler Zwilling – Kontrolle vom Büro aus oder einfach von unterwegs

Einfacher wird die Inspektion mit Hilfe eines digitalen Abbilds der realen Anlage – dem sogenannten „Digitalen Zwilling“. Dabei übermitteln Sensoren und Kameras in der Anlage über eine Cloud Informationen online an das digitale Abbild. Auf diese Weise entsteht der Digitale Zwilling, der alle nötigen Informationen für den Wartungstechniker visualisiert. Der Betriebszustand der Anlage kann damit ortsunabhängig und zu jeder Zeit überwacht und der Wartungsbedarf ermittelt werden.

Im Pilotprojekt ist zu diesem Zweck eine 360°-Kamera installiert worden. Die Verknüpfung mit den Betriebsdaten der Anlage ermöglicht künftig eine einfache und komfortable Zustandsanzeige und -beurteilung. Sobald Informationen der Anlage von einem EVS-Mitarbeiter angefordert werden, sendet die Kamera einen hochauflösenden Videostream der realen Anlage.

Über eine Virtual Reality-Brille kann der Mitarbeiter in einem 360°-Livebild eine Darstellung der Anlage und deren Betriebsdaten sowie weitere Informationen wie Stammdaten, technische Zeichnungen oder Bedienungs- und Wartungshinweise betrachten.

Kurzum: Mit der VR-Brille hat man das Gefühl direkt vor Ort zu sein.

 

Aber schauen Sie selbst:

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