Tag der Lebensmittelverschwendung – zu viel Nahrung landet in der Tonne

Am 02. Mai ist Tag der Lebensmittelverschwendung. Ziel des 2016 auf Initiative des WWF ins Leben gerufenen symbolischen Tages ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass die Menge an Lebensmitteln, die in Deutschland pro Jahr bis Anfang Mai produziert wird, rein rechnerisch ungenutzt im Müll statt auf dem Teller landet. Neben der Verschwendung wertvoller Ressourcen bedeutet das auch Unmengen vermeidbarer Abfälle. Das müsste nicht sein. Mehr Wertschätzung ist gefragt.

 

Zu viele Lebensmittel landen in der Restabfalltonne

Nahrungsmittel wegzuwerfen, die noch genießbar sind, gehört zu den negativen Begleiterscheinungen von hierzulande schier im Überfluss vorhandenen und nicht selten recht planlos eingekauften Waren. Obst oder Gemüse, das nicht den Ansprüchen an Größe und Aussehen entspricht, kommt gar nicht erst in den Handel, der laut Mindesthaltbarkeitsdatum „abgelaufene“, in Wirklichkeit aber noch essbare Becher mit Joghurt oder eine nur zum Teil aufgegessene Mahlzeit landet wie selbstverständlich im Mülleimer.

Rund 80 Kilogramm Lebensmittel pro Person und Jahr werden nicht verzehrt, sondern entsorgt. Mehr als die Hälfte davon wäre sogar noch zum Zeitpunkt des Wegwerfens  bestens zum Verzehr geeignet.

 

Folgen der Verschwendung

Die zur Herstellung von Lebensmitteln eingesetzten Ressourcen, angefangen von den unmittelbaren Produktionsmitteln bis hin zur Arbeitskraft der Menschen, werden durch die vermeidbare Entsorgung schlicht vergeudet. Dazu kommen die zumeist sehr weiten Transportwege mit ihren negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

 

Was tun gegen Lebensmittelverschwendung?

Mit etwas mehr Planung beim Einkaufen lässt sich schon viel erreichen. Jede(r) kann leicht etwas zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beitragen: Vor dem Einkauf einen genaueren Blick in den Kühlschrank und auf die vorhandenen Vorräte zu werfen, ist hilfreich. Idealerweise sollte dann das, was tatsächlich noch gebraucht wird, auf einem Einkaufszettel notiert werden. Ansonsten droht aus einem Impuls heraus gekauften Waren das Vergessenwerden im Kühlschrank oder Vorratskeller.

Auch sollte eine vernünftige Lagerung der Lebensmittel nicht unterschätzt werden. Ob Kühlschrank, ein dunkler, trockener Ort, das Einschlagen mancher Lebensmittel in Papier oder eine separate Aufbewahrung – die Möglichkeiten sind vielfältig, um für die unterschiedlichen Lebensmittelsorten eine längere Haltbarkeit zu erreichen.

A propos Haltbarkeit: Wo das darauf angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist meistens noch etwas gut Essbares drin. Da lohnt es sich oft, auf den eigenen Geruchs- oder Geschmacksnerv zu vertrauen.

Und wenn es um die Reste vom Vortag geht: Übrig gebliebenes Essen lässt sich mit etwas Fantasie in ein neues leckeres Gericht verwandeln. On- und offline gibt es dazu wunderbare Anregungen.

 

Wohin mit Lebensmittelabfällen?

Tatsächlich nicht mehr genießbare Lebensmittel und Essensreste sollten nicht in den Restabfall wandern, sondern ohne Verpackung in die Biotonne gegeben werden. So kann daraus immerhin Kompost und Energie gewonnen werden.

 

Fazit

Lebensmittel wertzuschätzen bedeutet im Ergebnis eine geringere Verschwendung wertvoller Ressourcen, eine Reduzierung der Abfälle und es freut nicht zuletzt den eigenen Geldbeutel.

 

Zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Initiative „Zu gut für die Tonne“ ins Leben gerufen. Wertvolle praktische Tipps und Informationen zum Thema finden Sie hier: Zu gut für die Tonne!

Ein Essensplaner zum gezielten Wocheneinkauf steht hier zum Download bereit.

Unter folgendem Link finden Sie weitergehende Infos des WWF: Tag der Lebensmittelverschwendung

 

Bildquelle: EVS
Autor: Michael Bauer / EVS-Blog

 

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