„Ich mach was mit Abwasser!“ – Teil 1: Fachkraft für Abwassertechnik

Ein hochinteressanter und verantwortungsvoller Beruf!

Wussten Sie, dass jede Person in einem durchschnittlichen saarländischen Haushalt ca. 35 Kubikmeter Abwasser pro Jahr produziert? Nein? Falls wir Ihnen jetzt ein „Wow“ entlockt haben: das denken wir auch! Vor allem, weil diese große Menge an Abwasser erst einmal in Kläranlagen aufwändig gereinigt werden muss, bevor sie in die Gewässer eingeleitet werden kann. Heute stellen wir Ihnen einmal die Menschen vor, die sich Tag für Tag um diese verantwortungsvolle Aufgabe kümmern – und damit zunehmend für eine bessere Wasserqualität in unseren Bächen und Flüssen sorgen: die Fachkräfte für Abwassertechnik, die gemeinsam mit Fachkräften der Elektro- und Metallsparte auf den EVS-Kläranlagen arbeiten.

 

Als Fachkraft für Abwassertechnik hat man jede Menge Verantwortung und zugleich einen äußerst abwechslungsreichen Beruf. Wer ihn ergreifen will, muss – abgesehen von technischem Verständnis – fit in Chemie, Biologie und Mathematik sein.

Arbeitsfeld ist die gesamte Kläranlage, drinnen wie draußen, im Büro wie im Labor. Mit all den verschiedenen Aufgaben bedeutet das Abwechslung pur! Für viele ein Traumberuf, wobei es insbesondere für Neueinsteiger zwei Dinge gibt, an die man sich ein wenig gewöhnen muss: die Geruchsbildung an einzelnen Anlagenteilen und die mitunter eigentümlichen „Fundstücke“ aus der Kanalisation. Insgesamt aber ist es ein Superjob für Frauen und Männer, denen die Umwelt – vor allem unsere Gewässer und alles, was darin kreucht und fleucht – am Herzen liegt.

Für die Reinigung von Abwasser gibt es selbstverständlich jede Menge EU-, Bundes- und Landesgesetze und Richtlinien, die konsequent zu beachten sind. So muss z. B. in Berichten und Protokollen festgehalten werden, wann welche Messungen, Reinigungsarbeiten oder Inspektionen durchgeführt wurden bzw. wann welche Maßnahmen ergriffen wurden, wenn die Kläranlage ausnahmsweise mal nicht ganz so gearbeitet hat, wie sie es soll.

Es gilt also, die Kläranlage mit den dazugehörigen Kanälen, Pumpwerken und Regenwasseranlagen ideal am Laufen zu halten, die Reinigungsleistung der Kläranlage im Labor zu überprüfen, eventuelle Störungen zu beheben und das Ganze auch noch umfassend zu dokumentieren. Und weil sowohl in Sachen Technik als auch, was die gesetzlichen Vorgaben angeht, die Anforderungen ständig steigen, ist das Thema Weiterbildung besonders wichtig. Auch für bestens ausgebildete Fachkräfte gibt es da keinen Stillstand.

Übrigens: Bereits vor erstaunlichen 4.000 Jahren wurden erste Abwassersysteme gebaut. Kein Wunder, dass die Systeme vor dem Hintergrund einer solch langen Geschichte und dem dazugehörigen gesammelten Wissen heutzutage auf höchstem Niveau arbeiten – dank komplexer technischer Ausrüstung und modernster Verfahrenstechnik.

 

Lust auf einen Ausbildungsplatz?

 

Seit über 30 Jahren bildet der EVS Frauen und Männer zur Fachkraft für Abwasserwirtschaft aus. Von den rund 140 EVS-Kläranlagen sind für diesen Zweck 15 Kläranlagen von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. als zertifizierte Ausbildungskläranlagen anerkannt worden. Wer sich da ausbilden lässt, wird ein echter Profi.

Und hier ein Einblick ins Berufsbild in Bild und Ton:

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Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter bewerbungen@evs.de

  1. “Ich mach was mit Abwasser“ – sehr witzige Headline. Ich bin Verfahrentechniker und sage oftmals zu Freunden und Bekannten die keine Ahnung haben von meiner Berfung; “Ich mach was mit Maschinen“! Damit geben sich viele auch sofortig zufrieden. [Anm. Red.: Link entfernt]

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